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Gnucash und MacPorts - revisited

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Ich habe bereits unzählige Male (in einem früheren Bloggerleben) über das Zusammenspiel von MacPorts und GnuCash berichtet. Der Grund ist einfach: Es gibt unter Mac OS X einfach kein brauchbares1 Homebanking-Programm, das auch HBCI unterstützt.

Vor etwas mehr als einem Jahr, habe ich mit Moneydance versucht, ohne HBCI meine Bankgeschäfte im Überblick zu behalten. Leider kam dann doch irgendwann der Punkt, an dem ein Online-Abgleich wünschenswert war. Der Textexport bei meiner Bank und ein anschließender Import in Moneydance war mir zu mühseelig. In der Konsequenz bekam GnuCash eine weitere Chance, diesmal in Version 2.2.0.

Die Installation von GnuCash mittels MacPorts ist denkbar einfach:

sudo port install gnucash

Dann viel Kaffee trinken, Sport treiben, Statistiken über die Dopingvorfälle bei der Tour de France in den letzten 20 Jahren anfertigen oder sonstige längerdauernde Tätigkeiten durchführen, die Kompilation dauert etwas.

Bei mir trat unter Mac OS X 10.4.10 aber leider nach mehreren Stunden erfolgreichen Kompilierens ein Problem auf. Kaum hatte ich versucht, ein HBCI-Konto einzurichten, lächelte mich eine Fehlermeldung auf der X11-Konsole an:

dyld: Symbol not found: __cg_jpeg_resync_to_restart
Expected in: /opt/local/lib/libJPEG.dylib

Zunächst stellte ich fest, dass ich mit dem Problem nicht alleine bin (wenngleich der Link ein anderes Programm mit fink referenziert). Ein beherztes Löschen des symbolischen Links auf die libjpeg.dylib reichte aus, um den aqbanking-Wizard aufrufen zu können.

rm /opt/local/lib/rm libjpeg.dylib

GnuCash läuft seit der Löschung wunderbar. Vielleicht werde ich in absehbarer Zukunft mal den Weg ohne X11 probieren. Bis dahin, nutze ich den GnuCash Launcher in einer von mir für die MacPorts angepassten Form.


Gnucash Launcher 2.0 (MacPorts).zip [36.58kB]

1 “brauchbar” ist ein Programm in diesem Kontext, wenn es über die notwendigen Funktionen verfügt und gleichzeitig eine attraktive bzw. nutzerfreundliche graphische Oberfläche bietet.

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8 Kommentare

  1. Ich setze schon seit Jahren MacGiro von der Firma med-i-bit EDV-BeratungsGmbH ein.

    MacGiro 6 beherrscht auch HBCI, wahlweise mit Chipkarte oder Schlüsseldatei und per PIN/TAN.

    http://www.med-i-bit.de

    Ich benutze MacGiro 6 mit HBCI nebst Schlüsseldatei und PIN/TAN bei zwei verschiedenen Banken, ohne dass es irgendwelche Probleme gibt.

  2. MacGiro fand ich 1. zu teuer (74 Euro für 2 Konten in der Light-Version bzw. 139 Euro für beliebig viele Konten ohne Light) und 2. wirklich und ganz ehrlich häßlich.
    Ich glaube, dass MacGiro auch das einzig ernst zu nehmende Onlinebanking-Programm auf dem Mac ist (und auch brauchbar, insofern hast du selbstverständlich Recht mit deiner Anmerkung, ich war in meinem Eintragstext nicht ganz präzise), dummerweise schreckt seine Oberfläche mich und vermutlich zahlreiche andere Benutzer jedesmal aufs Neue ab. Das hat auch die Demo-Version der sechsten Auflage nicht ändern können.

  3. Hibiscus, bzw. Jameica, stürzte mir unter 10.4.10 immer beim Einrichten der HBCI-Verbindung ab :-(

  4. Vielen Dank für den Tip!
    Nachdem ich bei Fink frustiert war - gnucash ist dort bei version 1.8.xx stehengeblieben - habe ich es mal mit Macports probiert und voila, es hat alles funktioniert.
    Nach der Löschung des ominösen symbolischen Links ging auch die Einrichtung von HBCI sehr flott.
    Dafür habe ich bisher in der Tat jameica benutzt, dass bei mir immer problemlos gelaufen ist und das der Autor auch stets immer sehr gut pflegt, z.B. bei der Einführung vom indiziertem PIN/TAN Verfahren. Natürlich ist es schöner Banking und “Buchführung” in einer App zu haben …

  5. Seit heute bin ich einen Schritt weiter, auch wenn die Details noch nicht veröffentlicht sind. Letzteres hole ich noch nach. Vielleicht können wir das zusammen bearbeiten.

  6. Klar, gerne doch. jhbuild kann man ja auch super nutzen, um beispielsweise Claws-Mail nativ zu bauen. Ich wär dabei :)

  7. Die Beschreibung ist jetzt fertig.

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