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Her mit den kleinen Briten

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Vermutlich im Gegensatz zu vielen anderen Fernsehkonsumenten bin ich der Meinung, dass Comedy Central kläglich gescheitert ist. Womit? Na mit der deutschen Synchro-Fassung von Little Britain.

Am Freitag Abend habe ich meine erste und letzte synchronisierte Folge gesehen, die nächste am kommenden Montag brauche ich mir nicht anzusehen. Ich habe bereits alle drei Staffeln auf DVD und einige Folgen der Radio-Shows gehört, daher bin ich wohl stark voreingenommen.

Leider schafft Oliver Kalkoffe es nicht, die Charaktere wie im Original wiederzugeben. Wenn er Vicky Pollard synchronisiert, dann klingt es im Vergleich mit dem Original, als hätte sie den Jahresbedarf an Valium eines mittleren Schwellenlandes zum Frühstück genossen.

Merkwürdig, ich fand die Übersetzung von Monty Python nie so abweichend und damit eigenständig, wie mir jene von Little Britain scheint. Die Charaktere leben von ihren Akzenten und kleinen Besonderheiten, was prinzipiell eine Übersetzung unmöglich macht.

Ich werde mir wohl mal ein paar Folgen von DVD ansehen, allen anderen könnte die Serie vielleicht doch Spaß machen. Aber leider nur, wenn man das Original nicht kennt, denn die Sendung ist auf Deutsch eben nur eine Sketch-Show, nicht jedoch ein Portrait der schrägsten Bewohner der EU.

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2 Kommentare

  1. Hi Stephan!

    Ich habe auch viele Original-Folgen von L.B. gehört / gesehen und stimme dir vollkommen zu, dass die deutsche Synchronisation bei weitem nicht den Wortwitz des Originals erreicht. Und wenn ich von “wirklich guter Arbeit” bei der Synchronisation spreche, meine ich das auch exakt so! Es ist halt gute handwerkliche Arbeit, aber die Leichtigkeit und Lockerheit des Originals geht der deutschen Fassung total ab. Und den sozio-kulturellen Hintergrund, die sprachlichen Eigenheiten und die selbstironische Einstellung der Briten zu ihren eigenen Marotten rüberzubringen, ist ohnehin nicht möglich.

    Bei Monty Python ist das besser gelungen, weil man dort beim Dubbing auch mit deutschen Dialekten gearbeitet hat. Hier waren allerdings auch die regionalen sprachlichen Besonderheiten nicht so klar abgegrenzt wie bei L.B.

    Meine Empfehlung galt daher eher denjenigen, die das Original nicht kennen – und für die erfüllt auch die deutsche Fassung als reine Sketch-Show durchaus ihren Zweck. Das liegt aber wieder eher an den beiden genialen Darstellern.

    Besser wäre meiner Meinung nach – wie anfänglich auch bei Monty Python – der Kompromiss Original mit Untertiteln gewesen, oder noch besser eine Ausstrahlung im Zweikanalton.

    Und noch eine kurze Bemerkung zum Thema “abweichende” und “eigenständige” Synchronisation: Dass dies nicht generell die Qualität beeinträchtigen muss, hat man ja bei “The Persuaders” (“Die Zwei”) gesehen. Da lebt die deutsche Fassung nur vom abweichenden und eigenständigen Dialogskript!

    Lg, Don Farrago

  2. Abweichende Synchronisation ist auch bei den Bud Spencer/Terence Hill-Filmen “Schuld” am Erfolg ;-)

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