Beim Tagesgespräch vom 16. Mai 2008 ging es darum, wie man für das Ruhrgebiet werben soll. Selbstverständlich war der Auslöser Ruhrirgendwas oder auch TTFKARN – The Trademark formerly known as Ruhrn.
Es ging um Themen wie kulturelle Angebote, Identitätswandel aufgrund des Endes des Bergbaus, die netten und hilfsbereiten Leute und die Unmöglichkeit, eine Düsseldorfer Agentur für den Slogan des Ruhrgebiets zu engagieren.
Eine der Anruferinnen, eine Dame aus dem Hunsrück, brach eine Lanze für das Ruhrgebiet und sagte, hier gebe es doch alles, man solle sich an dem Spruch der Schwaben orientieren und ein wenig Selbstbewußtsein zeigen. Sie schlug einen kongenialen Slogan vor:
Wir haben alles. Außer Kohle.
Zugegeben, dieser Spruch wird im Ausland nicht funktionieren und auch die intellektuelle Speerspitze dieser Welt nicht in den Pott locken, aber dieser Spruch dürfte allen Menschen im Ruhrgebiet die Möglichkeit zur Identifikation bieten. Was Frank Dopheide wohl in sein Tagebuch geschrieben hätte, wenn das seine Praktikanten erfunden hätten?

Apr 28, 08:16 PM
So neu ist dieser Spruch gar nicht, den die Dame aus dem Hunsrück vorgeschlagen hat.
Bereits 2006 habe ich einen ganz ähnlichen Slogan als Marke eintragen lassen…
“Wir machen mehr als Kohle”
Dieser Claim sollte speziell als kommunikatives Dach für Projekte, Events und Aktionen dienen, die im Ruhrgebiet stattfinden. Und vor allem soll sich jeder Ruhrgebietler mit dem Slogan identifizieren können.
Es gilt, den Adressaten dort abzuholen wo er steht (leider beim Image von Kohle, Stahl, Bergbau) und darauf das neue Image des Ruhrgebiets aufzubauen. Leider wird der Slogan derzeit von der Politik abgelehnt, da das Wort “Kohle” poilitisch nicht gewollt ist…