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Mit offenem Mund

| 3 Kommentare

Auf Patterntext.de gab es jetzt eine Blog-Empfehlung, der ich – natürlich – nachgekommen bin. Jedoch stand mir beim Lesen des erstbesten Eintrags der Mund minutenlang offen. Grund war ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  • Ich konnte kaum glauben, dass Patterntext so ein Blog tatsächlich empfiehlt, handelt es sich doch allem Anschein nach um einen Autor zweifelhafter Güte (O-Ton: “ein Mindfucker”).
  • Dass der Autor sich mit einem (wie auch immer erhaltenen) Bericht seines betreuenden Lehrers über seine eigene Unkenntnis im Rahmen einer Projektwoche1 brüstet und in pubertärer Art und Weise mit nahezu stolz geschwellter Brust kommentiert, wie wenig er eben jenen Lehrer und seine Anweisungen respektiert.
  • Der Bericht des Lehrers schließlich, welcher in digitaler Form vorlag und somit vermutlich via Copy-and-Paste veröffentlicht wurde, offenbart sprachliche Defizite und fördert Stilblüten zu Tage, die schlußendlich die Kinnlade haben klappen lassen. Neben “Prozession zu Herr Rau” ist mein Favorit folgendes Bonmot:

Ein Chip, der mit dem BIOS, befand sich nicht mehr an seinem Platz auf dem Motherboard des Rechners, sondern in der Hand eines Schülers und ihm, dem Chip, nicht dem Schüler, fehlte ein Bein.

Ich weiss ja nicht, wie es andernorts gesehen wird, aber mit solchen Empfehlungen wird Patterntext für mich nie die Klasse von TXP Magazine erlangen.

1 Zitat: “Unser Ziel war es, ein Rechner2 zusammen zu bauen, die Leistung zu messen, zu tunen (Chips übertakten) und dann wieder zu messen, um so den Leistungsgewinn zu ermitteln.”

2 Wir sammeln für ein alten Zirkuslöwe.

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3 Kommentare

  1. Moin Stephan. Logischerweise werden nicht alle ‘unsere’ Vorstellungen auf patterntext.de deinen Geschmack treffen, dafuer ist unsere ‘Zielgruppe’ viel zu weit ausgepraegt. Ich sehe die Blogvorstellreihe eher als einen Weg, auch mal andere Designs, Strukturen und eben auch, ehm, Blogs kennen zu lernen.

    Dass dir eine von bisher vier mit TXP her- und vorgestellten Webseiten missfaellt kann man als 75%igen Erfolg werten. Das ist ganz gut fuer die kurze Zeit, die das Ding online ist.

    Es geht darum, Textpatternblogs vorzustellen, nicht zu empfehlen. Das kann man so oder so verstehen und werten ;)

    Abgesehen davon werden wir nie die Klasse eines TXP-Magazine erlangen, das ueberlassen wir dem Magazin, das ja offiziell noch nicht tot ist :)

  2. Wenn es nur Blog-Vorstellungen, keine Empfehlungen, sind, dann bin ich ja beruhigt und lese frohen Mutes weiterhin Patterntext :-)

  3. Ich kann mir nicht erklären, wieso ich ein Autor zweifelhafter Güte sein soll, nur weil ich die Bezeichnung “Mindfucker” benutze.
    Operation Mindfuck ist eine wichtige angewandte Operation der Diskordier und hat die schon genannten Ziele: Verwirrung zu stiften, zum Nachdenken anzuregen, Dogmen zu brechen und Strukturen aufzulösen sowie neue Sichtweisen zu eröffnen.

    Operation Mindfuck

    Und nur weil du mal ein Artikel gelesen hast, meinst du, dass du mich so einfach mal Beurteilen könntest? Ich schrieb ja, dass es schon über 5 Jahre her ist; und glaub mir, ich habe mich seit dem sehr stark verändert.

    Ich liebe TXP, werde alles mögliche tun, um Textpattern bekannter zu machen und um die Entwicklung zu fördern. Da ich auch viel damit arbeite, und da rumschraube, wird es immer wieder Artikel zu Textpattern geben. Ist aber dann deine Sache, ob du meinem Blog aus dem Weg gehst; mir macht das nichts aus.

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